SIM Expeditions's BLOG

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Posted by on in Northwest Passage 2011

Pos:            N 37° 27' W 161° 48' Pazifischer Ozean
Wind:            NE 20/25
Baro:            1015 hp
Temp:          Air  22° C Water  20° C
Wetter/weather:        aufgeheitert
Kurs/heading:        172°
Geschwindigkeit/speed:    6/7 kn
Etmal:            151 sm

Ein kleines Sturmtief ist gestern über uns hergefallen. Planmäßig und überaus pünktlich.
Es kündigte sich bereits mit vermehrtem Seegang an, brachte dann Böen um die 60 kn aus SE.
Wir gaben die Segelei kurzfristig auf und drehten bei um in Ruhe zu Frühstücken.

Der Zauber war nach 2 Stunden vorüber, der Wind sprang auf NE und ließ uns auf 170° weitersegeln.
Ich muß aber sagen, erst jetzt nach 24 Std. läßt der Seegang nach. Eine fürchterliche Holperei liegt hinter uns. Walter hat seinen Schlafplatz im Vorschiff für eine Nacht aufgegeben.

Es wird schnell wärmer. Alle leiden etwas. Sei es wegen der Holperei auf den Wellen, den Kapriolen des Barografen, der Hitze (20°C) oder der hohen Luftfeuchtigkeit.

Gestern passierten wir knapp einer nautischen Hürde. Eine treibende, losgerissene Stahlplattform, sicher 10x10 Meter und 2  Meter aus dem Wasser ragend. Da hätte im Falle einer Karambolage ein segelboot keine Chance. Diesen Magendämpfer konnten wir gleich mit Tinas frisch gebackener Hawaii-Schokoladentorte Typ "Aloha" mit rumgetränkten Ananasstückchen und garnierten Mandelblüten entgegentreten.

Heute Nacht passierten wir die Halbzeitmarke. Es fehlen noch 911 Meilen bis Kauai.

Noch etwas: Gestern hatten wir unseren ersten Anbiß an der Angel. Ein kobaltblauer, schlanker Hochseefisch mit knallgelber Schwanzflosse.
Leider fehlt ein Bestimmungsbuch für diese Gewässer an Bord. Wie auch immer, 3 Meter hinter dem Heck riß er sich während eines Sprungs los und verschwand überraschend in den ebenfalls blauen Tiefen.!!!!!!!!
Die Bilanz unserer Angelunternehmungen sieht bisher eher unglücklich aus. 2/3 unser 3 "tödlichen" Haken gingen bisher verloren. Kein Fang zu melden.

Bis Hawaii müssen wir uns irgentwie mit dem vorhandenen Equipment über wasser halten.
Anschließend wird aufgerüstet.

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Pos:            N 44° 06' W 162° 21' Pazifischer Ozean
Wind:            W 25/20  Böen 35/40
Baro:            1021 hp
Temp:           Air 13° C  Water        13° C
Wetter/weather:        bewölkt, Schauerböen
Kurs/heading:        172°
Geschwindigkeit/speed:    8 kn
Etmal:            184 sm

Heute ist der 27.9. Nach aufwendigen Kalkulationen im Monatskalender sind seit dem 17.9., dem letzten update unseres Reiseblogs, 10 Tage vergangen.
Soviel zu den ablenkenden, terrestrischen Einflüssen den die Seeleute in Ufernähe ausgesetzt sind.

Der Aufenthalt auf den Aleuten verlängerte sich entsprechend dem Nähern und Verweilen eines Taifuns in der Bering See.
Die Fischerflotte, die verwegenen "Deadly Catch Trawler", kamen heim und blieben im Hafen.

Es galt nicht nur das Schwerwetter abzuwarten. Ein bisher außer acht gelassenes Problem stellen die Durchfahrten zwischen den Aleuteninseln nach Süden in den Pazifik dar.
Schon unter Normalbedingungen sind unbedingt Gezeiten und Windrichtungen zu beachten. Bei Sturm gibt es kein Durchkommen. Bis zu 12 kn Strom stehen zwischen den Inseln. Die "Deadly Fishermen" sprechen von thirty und forty footern, senkrechten Wasserwänden, wholes in der wasseroberfläche und den legendären "eddies", Mahlströmen, die ganze Schiffe aus dem Kurs und ans Ufer werfen.

"Und es wallet und siedet und brauset und zischt / wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt Bis zum Himmel spritzet der dampfende Gischt / Und Flut um Flut sich ohn Ende drängt Und will sich nimmer erschöpfen und leeren / Als wollte das Meer noch ein Meer gebären

Wohl manches Fahrzeug, vom Strudel erfaßt, schoss jäh in den Schlund hinab Doch zerschmettert nur rangen sich Kiel und Mast / hervor aus dem alles verschlingenden Grab Und reißend sieht man die brandenen Wogen / Hinab in den strudelnden Trichter gezogen".

Noch bei Schlechtwetter verließen wir am 22.9. Dutch mit nordöstliche Kurs um die etwas entfernte, aber unter diesen Umständen sicherere Durchfahrt zu wählen, den Unimak-Pass.
Wir müssen schnell weiterkommen, da die Ausläufer des nächsten Tiefdruckgebietes, eines Taifuns der vor kurzem über Tokio und Japan herfiel, die östlichen Aleuten am ausgehenden 24.9. erreichen soll.
Am 23.9. endlich, abends bei Stillwasser, gelang uns die Passage aus der Bering See hinaus in den Pazifik.

24 Stunden später erreicht uns das Sturmtief. Bis heute segeln wir in seinem Einflußbereich. Wind aus Nordwest mit Böen bis 55 kn. Seit gestern etwas nachlassend auf 35 kn, West drehend.
Das Leben an Bord ist ziemlich holprig. Dafür haben wir Etmale von über 180 sm Richtung Hawaii.
Laut Wetterbericht läßt der Wind heute endgültig nach, dreht von jezt West zurück auf Nord.

Übermorgen soll ein letztes kleines Sturmtief durchziehen. Für einen Tag stellen sich Südwinde in unseren Weg und anschließend zeigen sich nur noch großräumig blaue Schwachwindfahnen.
Die haben wir uns verdiehnt.

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Pos: N 53° 54' W 166° 31' Dutch Harbor, Aleutian Ilands, Alaska
Wind:            ---
Baro:            998 hp
Temp:          Air 15° C Water 9° C
Wetter/weather:   wolkenlos sonnig
Kurs/heading:        
Geschwindigkeit/speed:    
Etmal:

Unsere Schiff liegt längs an einem Schwimmsteg am Sandy Spit in Dutch Harbor.
Etwas weit außerhalb des inneren Hafens, des Small Vessel Harbor, dafür in sicherer Entfernung zu den dortigen Saloons.

Was für ein Ankommen nach 3 Tagen auf See. Mitten hinein in die größte Fischfangflotte der USA.
Am ersten Abend verlieren wir etwas die Übersicht zwischen den langbärtigen, rauhbeinigen, aber ungemein herzlichen Gesellen der "Red King" Fischer in ihrer Bar.
Der spirit des "Deadly Catch" umgibt uns.

Was ist tödlicher?:
Der Besuch der Hafenkneipe in "Dutch" oder die Arbeit auf dem vereisten Deck eines "crab fishing vessel´s" in der Bering See im Wintersturm.......


Hier endet für uns die Durchfahrung der Nordwest Passage.
Was hatten wir für eine herrliche Zeit. Eins ist sicher. Wir kommen zurück in den Norden.
Viele Eindrücke konnten wir mitnehmen. Es wird nötig werden, diese in einer künftigen Reise zu vertiefen.

Jaap und John haben uns hier verlassen. Tina hat vor Freude einen Salto Rückwärts demonstriert, als ihr Flugzeug soeben ohne sie über unsere Köpfe in die Zivilisation zurück donnerte. Sie hat sich entschieden bis nach Hawaii an Bord der SMA zu bleiben. Heute kommt außerdem Mitsegler Walter an Bord.

Wir werden noch 2 Tage die Inseln erkundigen und das Passieren eines Sturmtiefs abwarten.
Anschließend geht es hinaus in die endlosen Weiten des Pazifik.

Wir freuen uns auf Badehosen und Außenduschen.

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Position: N 60°12,5´ - 166°55,8´ W Nash Harbor, Nunivat Island, Alaska
Wind:        SSE 30/35 kts - Boen 40
Baro:        1002 hp fallend
Temp:       Luft:    10° C  Wasser:   9° C
Wetter:    bewölkt, Regenschauer

Am 09.9. gegen 06.00 Uhr früh erreichten wir genau rechtzeitig vor dem einsetzenden Südwind Nash Harbor auf der Nordseite der Insel Nunivak im Westen Alaskas.
Draußen heult der Südwind und SMA zerrt an der Kette.

 

 

alaska
Gestern wanderten wir über die Insel und begegneten einer kleinen Gruppe Moschusochsen. Ein tolles Erlebnis in der Wildnis. In der SW-Ecke der Bucht liegt ein kleines verlassenes Outdoor-Camp.
Statt fester Häuser benutzt die Firma für die Unterbringung ihrer Teilnehmer feste Zelte mit doppelwandigen, imprägniertem Zeltstoff, Holzböden, Türen und Fenstern und....  Refleks(artige) Dieselöfen zum Heizen.
Ich bin begeistert und plane schon ein solches improvisiertes Camp auf unserer Insel Bertrand in Feuerland.
Vor dem Camp mündet ein Bach ins Meer. Noch gestern Abend stellten wir unser Netz dort aus.

Die Crew feuerte heute Mittag die zum Camp gehörige Sauna an. Nicht ohne vorher einen Blick auf den möglichen Fang zu werfen. Und siehe da....
Zum Abendessen gibt es frischen Heilbutt und morgen Lachsforelle.

Der Wind soll sich über Nacht beruhigen. Morgen früh geht es für uns weiter.
Nach eintretender Flaute erreicht uns ein weiteres Tief.
Wir versuchen mit dem abflauenden SSE-Wind WestSüdwest zu machen um anschließend mit dem erneut einsetzenden SW nach Süd/SSE auf Dutch Harbor anhalten zu können.

 

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Position:    N 62° 31,9´ - W 166°39,9´ W Bering See
Wind:        NNW 25/30 kn
Baro:        1014 hp steigend
Temp:       Luft: 6°C Wasser: 7°C
Wetter:    aufgelockert bewölkt
Kurs:        180°
Geschwindigkeit:  6/7 kn

Zwischen den Kontinenten.
Rußland liegt im Osten, die USA im Westen. Wer macht sich schon Gedanken, daß die beiden Supermächte sich hier am anderen Ende der Erde im Nebel, Sturm und Kälte wenige Meilen gegenüberliegen.
Mitten in der Beringstraße trotzen 2 Inseln dem Unbill des Wetters, Little und Big Diomedes. Rußland und die USA. Wir segeln friedlich zwischen den beiden Inseln hindurch nach Süden.

Wegen des heftigen Windes und des Seegang fällt der Besuch der kleinen Siedlung auf Little Diomede aus.
Starker NW mit Boen um die 50/55 kts setzt ein und wir laufen ab nach Port Clarence 70sm südöstlich. Am folgenden Tag geht es noch einmal 70sm weiter nach Nome. Böen bis 65 kts schieben uns die Bering Straße hinaus nach SE. Wir müssen weiterkommen, da nach diesem Nordwester der Wind auf Süd dreht, ebenfalls mit Sturmstärke. Wenn es soweit ist, liegen wir für mehrere Tage fest.

 

 

 


 

Die kleine Ortschaft NOME hat unsere Erwartungen übertroffen. Goldgräber, Saloons, Schlittenhunde und wilde Geschichten. Leon, der Barkeeper des "Board of Trade", einer der ältesten saloons von Nome , kennt alle und weiß sie zum Besten zu geben. Ein Muß für jeden NOME Besucher.
Vielen Dank an Nome und ihrer Bewohner für ihre herzliche Aufnahme und Gastfreundschaft. Unser Aufenthalt war leider kurz aber jeder von uns hat den Wunsch zurückzukommen.

Momentan schippern wir so schnell wie möglich mit dem abnehmenden Nordwind nach Süden und versuchen die 130 sm entfernte Insel Nunivat anzulaufen.
Ab morgen dreht dann der Wind auf Süd und wird uns für 2 Tage dort festhalten. Aber anschließend geht es gut weiter. Erst mit SE Winden, die später wieder auf NW drehen.
Das sollte bis Dutch Harbor reichen.

Andreas ist gestern in NOME geblieben. Nicht wegen Leon´s Erzählungen. Er hatte Bedenken wegen seiner knappen Flugbuchungen und dem vor uns durchziehenden Sturmtief. Mit ihm verläßt ein weiteres Mitglied unserer NWP Crew die SMA. Danke für seine selbstlose, ruhige Mitarbeit und seinen trockenen Humor. Da waren es nur noch fünf.

 

 

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Position:    N 66°09,1´ - W 168°44,6´ W Bering Straße
Wind:        NNW 14kn
Baro:        993 mb fallend
Temp:       Luft: 8°C Wasser: 6°C
Wetter:    bewölkt
Kurs:        180°
Geschwindigkeit:  6 kn

Am Abend des 31.8. gegen 19.00 h holten wir den Anker auf. Die Lebensmittel der SMA wurden wieder
aufgestockt und der Skipper trockengelegt, nach dem er beim letzten Landemanöver mit dem Beiboot
am Strand von einer Welle von den Füßen gerissen wurde.

An Bord ist wieder mehr Platz. Aber auch an ihn müssen wir uns erst gewöhnen. Zuviele vertraute Gesichter haben uns in Barrow verlassen. Es ist ruhig geworden an Bord.
Der Wachen dauern länger. Jetzt 4 Stunden zu zweit. Die Freiwache ist von 10 Stunden auf 7 oder
acht Stunden gekürzt.

Heute ist der 4. Tag auf See. Das Wetter war ruhig. Zum Teil ließ der Wind uns segeln. Ansonsten lief der Motor mit. Draußen ist es ungemütlich kalt, um die 6° Grad, grau, feucht, neblig und ereignislos.

Fliegt eine Möwe vorbei, springen alle an Deck. Außer der fliegenden Möwe trieb ein toter Wal querab und das Polarlicht illuminierte zauberhaft den nächtlichen, arktischen Himmel.

Die Freiwachen verbringen ihre Zeit im gemütlichen Salon beim Schmökern, Sudoku oder Backgammon.
Heute Nacht, gegen Morgen, überquerten wir wieder den Polarkreis.
Diesmal nach Süden.
Bis zu den Diomedis Inseln fehlen noch 20 sm. Die "kleine" Insel gehört zu den USA, die "große" zu Rußland. Sie liegen sich genau gegenüber an der engsten Stelle der Bering Straße.
Einmal an ihnen vorbeigesegelt verlassen wir endgültig die nordpolaren Gewässer.

Am 3.7.2011, vor genau 2 Monaten, überfuhren wir diese besondere Linie voller Erwartungen, gemischten Gefühlen und vorsichtigen Bedenken ob der Pläne die wir uns vorgenommen haben.
Die Prognosen und Eisberichte sahen damals noch recht bedenklich aus.
Im Verlauf der Reise aber lösten sich alle Bedenken und Barrieren immer im richtigen Moment.

Seit Vorgestern beunruhigt uns nun der Wetterbericht. Seit Verlassen der südostkanadischen Küste von Nova Scotia und Neufundland haben wir keine Sturmwarnungen mehr bekommen. Das war Mitte Mai 2011.
Jetzt meldet sich stürmischer NNW ab Morgen für die kommenden drei Tage an.
Wir werden nach Port Clarence oder sogar Nome segeln um dort das schlechte Wetter abzuwarten.

 

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Wir möchten uns wieder einmal wegen der Verspätung entschuldigen. Barrow, Alaska, ist erreicht. Seeleute an Land sind einfach zu empfänglich für Ablenkungen. Außerdem hat Roland, unser Übersetzer von Shel´s Aufzeichnungen gestern abgemustert. Nicht nur er, auch von Sepp, Roland und Heiner mußten wir uns hier verabschieden. Unseren blogger Shel trifft heute das gleiche Schicksal.
Dieser Verlust wird große Lücken in künftige Logbuchaufzeichnungen reißen.
Es flossen heute eine Menge Abschiedstränen am Bord. Es fällt schwer sich von den vielen neuen Freunden zu verabschieden.

Barrow selbst ist eine erstaunliche Ortschaft mit noch viel erhaltenen border life Charakter.
Wir verbrachten viel Zeit mit Fran, einer sehr interessanten Frau mit viel Geschichte und Geschichten in ihrem mexikanischen Restaurant Pepe´s. Ein toller Ort mit freundlichen, hilfsbereiten Menschen. Nebenbei gibt es auch super Essen. Unser Favorit zum Frühstück sind gebratene Karibu-Hacksteaks mit zwei Spiegeleiern und hashbrowns.

Zwei Tage liegen wir also im Nebel auf platter See vor der unsichtbaren Küste. Unser Ankerplatz in der berühmt-berüchtigten Chukchi See ist erstaunlich. Keine Bucht, gerade Küstenlinie und überrall um uns herum Wasser bis zum Horizont.

Wobei ich bemerken muß, das sich der Horizont auf einen Radius von 200m um das Schiff beschränkt. Den Rest der großartigen Umgebung verschluckt der Nebel.

Kurz vor Ankunft in Barrow riß er kurz auf, wie der Vorhang im Theater, und gab den Blick auf ein himmlisches Lichterspiel frei. Schmale, grüne Lichtbögen wie Jedischwerter schwirrten über der SANTA MARIA AUSTRALIS. Unser treues Schiff hat dank gewissenhafter Vorbereitungen und der großartigen Mannschaftsleistung die Norwest Passage trefflich gemeistert.

Alle sind nun gespannt auf den nächsten Schlag der SMA durch die Beringstraße nach Dutch Harbor auf den Aleuten. Damit verlassen wir das Eis des polaren Norden und begeben uns in die stürmisch aufgewühlte See der subpolaren Tiefdruckrinne.

In den kommenden drei Monaten überqueren wir den gesamten Pazifik von Nord nach Süd bis zum Kap Hoorn und werden, bei Gelingen, die erste Yacht sein, die den amerikanischen Doppelkontinent innerhalb eines Kalenderjahres umsegelt. 

 

 

 

Pos:            N 70° 57' W 159° 46' Chukchi Sea, Alaska, USA
Wind:            NE 10 kn
Baro:            1008
Temp:          Air    7° C Water 7° C
Wetter/weather:        neblig / foggy
Kurs/heading:        250°
Geschwindigkeit/speed:    6 kts

We are sorry for the delay, again. And we no longer have Roland to translate for us, which makes us very sad. We were unable to visit Barter Island but did make it safely to Barrow, Alaska where we have been for two days. We have said goodbye to Sepp, Roland, Heine, Will, and very soon, this blogger, Shel. The rest are going on to Dutch Harbor and perhaps Tina can be persuaded to do some writing about the goings on.

There have been a lot of tears today, so hard to say goodbye to new great friends. But everyone is excited for the next leg and life's other adventures. Santa Maria Australis has successfully navigated the Northwest Passage and is now completing the voyage by entering the pacific through the Bering Strait. The team sets out tonight. In a few months she will also be the first sailboat to round the americas in less than a year.

Barrow is amazing, by the way, and we may be able to get a little more info up here for future visitors. Definitely go see Fran at Pepe's. She is an amazing woman with a lot of history and great stories and most importantly, so welcoming and helpful. The food is fantastic too. Thanks also to US Customs and Border for being so helpful.

The photos is of the final team after arriving in Barrow. Thanks Menix!

Front row: Menix, Andreas, Wolf, and Will Back row: Tina, Heiner, Shel, Roland, John, Jaap, and Sepp

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Am 26. August gegen 10 Uhr morgens erreichten wir Herschel Island nach einer durchsegelten Nacht
ohne besondere Vorkommnisse. Franklin hatte die Insel auf seiner ersten Expedition 1825/26 entdeckt und nach einer Dynastie bekannter Polarforscher benannt. Die Insel hat dementsprechend auch einen Namensvetter am anderen Ende der Welt im Kap-Horn-Archipel, wo sie einem Segelboot guten Schutz vor tobenden Stürmen bietet.

Hier im arktischen Herschel lebten zeitweise 2000 Menschen. Für Walfänger war sie ein beliebter Überwinterungshafen. Ein Gemälde im New Bedford Whaling Museum zeigt die zugefrorenen Pauline Cove voller Schiffe. Seit 1930 war die Insel so gut wie verlassen.

Wir wurden mit grosser Freundlichkeit vom Canadian Park Service empfangen, der hier eine kleine Aussenstation unterhält. Sie führten uns herum durch die Gebäude und andere Überbleibsel aus der Walfangzeit. Der Friedhof lag etwas abseits in sumpfigem Gebiet. Die meisten Todesdaten fielen auf das letzte Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts. Alt war niemand geworden.

Auch sonst gab es einiges zu sehen. Die Insel ist für arktische Verhältnisse äusserst grün und wir sahen daher auch einige Tiere: eine Schneeeule, drei Karibus und Andreas entdeckte sogar ein Wiesel. Wegen Eisbären mussten wir uns keine Sorgen machen, aber zur Abwechslung empfohlen uns die Ranger das Gewehr wegen der Grizzlys mitzunehmen. Auf unserer Wanderung fanden wir auch eine Reihe Geweihe, schöne Steine und bizarr geformtes Treibholz.

Was aber ist am Ende der Welt am wenigsten zu erwarten? Gerüchteweise hatten wir zwar davon gehört, aber sie war echt: eine Sauna! Ein leistungsfähiger Ofen heizt eine kleine Hütte aus Zedernholz.
Die Hälfte von uns verbrachte drei Stunden zwischen Schwitzbad und der arktischen See (5°C). Dank an Kanada für diesen Service, und natürlich an Mervyn, Jerry und Sam für ihre Gastfreundschaft und die interessanten Gespräche. Auch ihre Familiengeschichten reichen zurück in die Zeit der Walfänger, mit denen die Vorfahren von Sams Frau von den Fiji-Inseln gekommen waren.

Zurück an Bord bereitete Roland leckere Reiberdatschi/Reibekuchen zu, unterstützt von einem tatkräftigen Team aus Kartoffel- und Zwiebelschälern und -rafflern. Gleich danach brachen wir auf nach Barter Island und segelten die ganze Nacht durch. Es soll dort eine geführte Tour zu den Eisbären und Walen geben. Bisher ist es uns aber noch nicht gelungen, mit dem Führer Kontakt aufzunehmen und auch die Bewilligung der amerikanischen Coast Guard steht noch aus. Wir sind inzwischen in Alaska, in amerikanischen Gewässern angekommen. Würden sie uns erlauben zu landen, bevor wir in Barrow einklarieren?

Dank an Menix für das Photo des Karibus.

Pos:            N 70° 09' W 143° 40' Beaufort Sea, Yukon, Canada
Wind:            NE 15 kn
Baro:            1010
Temp:          Air    7° C Water        4° C
Wetter/weather:   nebelig / foggy
Kurs/heading:        295°
Geschwindigkeit/speed:    6 kts

We got to Herschel Island at about 10am on the 26th after an easy night sailing. We’d heard rumors of a sauna and expected an abandoned whaling station. Franklin discovered and named the island and at one point over 2000 people lived there. By the late 1930’s everyone nearly had gone.
It was far from abandoned. We were greeted by the Canadian Park Service and some restored buildings with artifacts of the islands history. They gave us a tour, had us sign a guestbook, and gave us special keepsake pins. It was all a lot more than we’d expected for the end of the world…

We spent a long time talking with the men there and then went on a hike to see some old graves and scout for animals.The animal report was good and included three caribou and a very cute stoat (weasel) spotted by Andreas. We also found many bones, fantastic rocks, and dramatically shaped driftwood.

Even more exciting is that the sauna is real and completely awesome. It’s a small cedar house with a powerful wood heater/stove and half of us spent three hours going from the hot room to the cold arctic sea (about 40 degrees Fahrenheit) and back again. It was truly amazing. Thank you Canada for maintaining such an interesting place! And thank you Sam, Jerry, and Mervyn for all your help and hospitality.

Roland made potato pancakes for supper and a hearty team of potato peelers and onion choppers supported the tasty endeavor, and then we headed out west again for Barter Island. We’ve been told
there is a guided tour for whales and polar bears and we want to see them. We sailed all night and are expecting to arrive in a few hours. We haven’t been able to make contact with the guide, however, and are also waiting approval from the US Coast Guard, so it’s uncertain if we will be able to take this tour.
Will we arrive too late? Will the guide answer our calls or emails? Will the US Coast Guard mind if we make a brief stop before checking in at Barrow? These and many more answers will be revealed tomorrow. Stay Tuned.

Menix took this photo of the caribou.

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Nach drei vollen Tagen und Nächten unter Segeln verbrachten wir einen ruhigen Abend vor Anker in Tuktuyaktuk, Northwest Territories, Canada, und genossen eine Nacht ohne Wachen, nachdem wir ein paar Stunden im Ort verbracht hatten.

Wir sahen ein rekonstruiertes Haus aus Holz mit aufgeschichteten Torfziegeln als Isolation und daneben ein Kühlhaus. Es funktioniert auch im Sommer, da die aufgetaute Bodenschicht nur sehr dünn ist. Darunter liegen 600m! Permafrost. Umso erstaunlicher, dass wir gerade hier nach Wochen kahler Felsinseln mit kärglicher Tundravegetation erstmals wieder Gras und ein paar Büsche (siehe Photo, neben dem Radiomast) vorfanden. Am Strand lag Treibholz, da Tuk im Mündungsdelta des gewaltigen MacKenzie Rivers liegt.
Mit Tuk betraten wir auch zum ersten und wohl auch zum einzigen Mal das kanadische Festland.

Und noch eine gute Nachricht: Unser Yoghurt-Projekt läuft wieder. Es war ein durchaus emotionaler Moment für Tina. Als sie zurück an Bord kam mit ein paar kleinen Packungen Milchpulver und einem Becher Yoghurt mit aktiven Kulturen, warteten bereits mehr als 30 Kilo (hoffentlich) geeigneten Milchpulvers und weitere Starter Kits als Überraschung auf sie.

Was für ein Team, nicht ganz selbstlos, versteht sich. Zu Beethoven-Musik gab es eine kleine Wiederbelebungszeremonie, und siehe da, heute morgen hatte sich der Erfolg eingestellt und auch der
Seemanns-Sonntagskuchen war dank Shel schon in Vorbereitung. So ist das mit dem harten Leben in der Arktis.Polar hardships.

In der Umgebung von Tuktuyaktuk sahen wir auch die ersten Pingos, eine geologische Erscheinung, die typisch für die Gegend hier ist. Dabei drückt der Permafrost 2 - 30m hohe Hügel wie Blasen aus dem Boden. Wegen diesen war auch die Einfahrt in die Bucht von Tuk nur langsam und mit grosser Vorsicht zu bewerkstelligen, da solche Unterwasser-Pingos für schwer vorhersehbare Untiefen sorgten, und das in den ohnehin sehr seichten Gewässern des Deltas. Die Tiefe betrug bisweilen nur 2.5 m.
Aber alles ging gut.

Im Moment sind wir bereits auf dem Weg nach Herschel-Island, das wir in 24 Stunden zu erreichen denken. Es wir unser letzter Halt in Kanada sein, bevor wir mit Alaska in US-amerikanisches Territorium hineinsegeln. Wir haben bereits mit den Behörden Kontakt aufgenommen. Hello Amerika! Wir freuen uns schon auf diesen Abchnitt der Reise. Von der Hitzewelle in Alaska werden wir wohl kaum etwas mitbekommen, es soll
in einigen Gebieten bis zu 24°C haben. Wir packen vorsichtshalber trotzdem schon mal Sonnencreme und Schnorchel aus.

Zur Zeit scheint auch bei uns die Sonne, soeben geht das Grosssegel hoch und wir bewegen uns direkt auf einen Regenbogen zu. Wenn das kein gutes Vorzeichen ist.

Leider haben uns in einer Mail von der Muktuk auch die schrecklichen Nachrichten vom gestrigen Flugzeugabsturz in Resolute erreicht. Ozzie, der Hotelmanager, den wir dort kennengelernten, hatte einen Charterflug arrangiert um lange benötigte Vorräte und seine beiden Enkelinnen auf Besuch in den Norden zu bringen. 13 Menschen, darunter eines der Mädchen kamen ums Leben.
Dass es überhaupt Überlebende gab, ist wahrscheinlich auch einer gerade dort stattfindenmden Übung der kanadischen Armee zu verdanken, da dadurch einige Transporthelikopter vor Ort waren. Weiteren
Einzelheiten kennen wir nicht. Mit tiefem Mitgefühl denken wir an Ozzie und die Menschen von Resolute.

 
Pos:            N 68° 41' W 136° 42' Mackenzie Bay, Beaufort Sea, Canada
Wind:            NE 5 kn
Baro:            1008
Temp:           Air 7° C Water        10° C
Wetter/weather:        bewölkt / cloudy
Kurs/heading:        255°
Geschwindigkeit/speed:    6 kts

After three full days sailing we spent the evening quietly anchored in Tuktuyatuk, Northwest Territories, Canada, and enjoyed a full night rest after a few hours on shore. The people were friendly, we saw a reconstructed mud house, and most importantly, got supplies to restart the yogurt project. It was actually quite emotional for Tina, because as she came on board with a few small bags of milk powder and a few starter yogurts with active culture there waiting for her were 30 more pounds of milk powder and more yogurt. Everyone surprised her! This is what good teams do.

We took a lot of pictures, had a nice ceremony accompanied  by Beethoven, and she prepared a test
batch. When we checked this morning we are delighted to report: Success! Operation fresh yogurt is back on. Seaman’s Sunday carrot cake is also ready to go. Polar hardships.

Yesterday we saw our first Pingos. It’s a geological formation in which permafrost pushes land up into mounds 2-30 meters high. One of our guidebooks says you can distinguish them from the mud houses because the houses have smoke coming out of them. Otherwise they look pretty much the same.

The chart also warned us of dangerous underwater 'pingo-like’ hazards changing depths dramatically from 50 meters to 15 without warning. This was a cause for great concern because we were already in dangerously shallow water. We crossed shoals of 2.5 meters. A pingo-like object would have done us in. But we take it slow and so far all has been well.

Yesterday we also saw our first tree-like object, sort of a large bush, in full bloom. You can see it on the left half of the photo, near the radio tower.

We are on our way to Herschel Island now, which people in Tuktuyaktuk told us to visit. We should be there in 22-24 hours and it will be our last stop before entering U.S. territory. We’ve already been in contact with authorities there who are expecting us. Hello America, if you are reading! We are excited for the Alaska portion of our journey. We heard about the Alaska heat-wave -- 27 degrees (about 86 degrees Fahrenheit) – so are busy unpacking the sunscreen and snorkeling gear.

The sun is shining and we’ve wind enough to set sail. The main is going up this exact moment with Tina on the Halyard and Wolf fixing the reefing lines. Our course is taking us directly under a rainbow. We think that is a good sign.

We heard some terrible news about a plane crash in Resolute yesterday in an email from Muktuk.
Ozzie who runs the hotel and who we all enjoyed very much had arranged a charter to bring much needed supplies as well as his grand daughters to visit. 13 people died in the crash including one of his young grand daughters. There were some survivors. The Canadian military just happened to be in town running practice missions and fortunately had transport helicopters on site when the accident occurred. This is probably the only reason anyone survived at all.

We are very sad for Ozzie and the people of Resolute today.  Our thoughts are with you.

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Gute und schlechte Nachrichten.
Die guten zuerst: Wir kommen zügig voran. Zwei Tage und Nächte sind wir durchgesegelt und haben eine Menge Meilen zurückgelegt. Der Wind war meist günstig und erreichte im Amundsen-Golf erstmals Sturmstärke mit Böen von bis zu 50kts (fast 100 kmh) Ungefähr 24 Stunden ging das so.
Wir und unsere wunderbare Santa Maria Australis kommen bestens damit zurecht mit einem zweifachen Reff im Grosssegel und einer auf Handtuchgrösse eingerollten Genua.Der Sturm erreichte seine grösste Stärke bei Tageslicht, gut so.

Und die schlechte Nachricht? In Cambridge Bay kauften wir versehentlich 30 Kilo schlechtes Milchpulver und
so fand Tinas tägliches Joghurt-Projekt ein trauriges Ende. Wir vermissen unsere Freunde, die Mikrobenkulturen sehr und kippten mit gedämpfter Stimmung zwei Eimer missglückter weisser Brühe in
ihr salziges Grab. Wenigstens hat der Kuchen überlebt.

An mehreren Orten schon sind unsere Landungsversuche missglückt wegen Untiefen oder zu starkem Wind und somit zu hoher Brandung. Heute lag es an unserer Navigation, wir waren 40 Meilen an unserem Ziel vorbeigeschossen. Wir wollten an den Smoking Hills stoppen. Schon Franklin hatte dieses Naturphänomen ca 1820 entdeckt. Es handelt sich dabei um Kohleflöze, die seit Jahrhunderten vor sich hinschwelen und durch eine Lage Torf hindurch starken Rauch ablassen.

Wieder hielten uns Untiefen zu weit von der Küste und dann bemerkten wir, dass wir den nähesten Zugang in der Nacht passiert hatten. Das half es auch nichts, dass wir noch einmal 2 Meilen zurücksegelten, weil einige von uns sich eingebildet hatten, an der Spitze von Cape Bathurst Rauch gesehen zu haben.

Doch es war nur die Gischt  der starken Brandung die dort gegen die Felsen rauschte. Auch Amundsen konnte hier nicht an Land, weil zuviel Eis vor der Küste lag. Immerhin stand darauf ein Eisbär zur Begrüssung. Kurz zuvor war er in dieser Gegend dem ersten amerikanischen Walfänger begegnet, der Charles Hansson aus San Francisco, und hatte somit auch für die Aussenwelt nach fast drei Jahren die Nordwestpassage als erster durchfahren.
Nun ist unser nächstes Ziel Tuktuyaktuk, aber auch dort sind eine Reihe Untiefen zu bewältigen und wir brauchen den richtigen Wind.

Auch unser Idiotenwettbewerb ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass es sich davon zu berichten lohnt. Hier ein paar Highlights:
- Jemand von uns sprühte sich Mosquitospray anstelle Trockenshampoo ins Haar
- Andere benutzten schon mal Sonnencreme oder Waschmittel aus der Tube zum Zähneputzen
- Jemand anderes navigierte so konzentriert an der Tiefenlinie der Seekarte entlang und verlor dabei   den Sichtkontakt zur Küste. Das Ergebnis war ein kompletter Kreiskurs.
- Ein anderer wollte fischen und fing unser Schiff: in hohem Bogen flog die Anglerute ins Wasser und   wir bekamen sie nur zurück, weil der Angelhaken an der deutschen Bordflagge angebissen hatte.
- Ein weiterer Mitsegler wollte sein neues Fernglas einstellen und sah nichts ("wie zum Teufel   funktioniert das Ding?"). Ein weiterer eilte zu Hilfe um nach einer weiteren Minute angestrengter Arbeit in einer Erleuchtung die Schutzklappen der Linsen abnahm.
Die Preise sind noch nicht vergeben, die Reise dauert noch eine Weile.

Was die Nordwestpassage betrifft, so endet dieser Teil in Barrow, wo wir in 6-7 Tagen ankommen. Im Moment haben wir Rückenwind, die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt, es schneeregnet.
Ein weiterer Temperaturabfall und wir haben Schnee auf dem Deck. Seit Gjöa Haven vor mehr als einer
Woche haben wir gerade ein Schiff in der Ferne gesehen, die Landschaft ist kahl, es gibt kaum Tiere, der Winter kommt bereits zurück. Wir sind sehr weit weg von allem.

Und beim Schreiben dieser Zeilen ertönt gerade der Ruf: Wal!!! Tatsächlich, aber in einiger Entfernung.

Photo: Die Wellen im Amundsen Golf dürften 3-4m hoch gewesen sein.

Pos: N 70° 09' W 131° 27' - Atkinsen Point, Beaufort Sea
Wind:            NW 15 kn
Baro:            997 mb
Temp:            Air 5° C Water 4° C
Wetter/weather:  feucht-bewölkt / humid-overcast
Kurs/heading:        230°
Geschwindigkeit/speed:    6 kts

We’ve got some good news and some bad news. The good news is we’re covering a lot of miles and
have been sailing well for two straight days. The wind has been mostly favorable and in Amundsen
Gulf we experienced our first full on gale, with winds gusting to 50. It lasted about 24 hours. We and our beautiful Santa Maria Australis handled it well with a double reefed main and a small handkerchief of a genoa. The worst of the storm happened in daylight, which was helpful.

Unfortunately, we also have bad news. We lost the yogurt. We inadvertently bought 30 kilos of bad milk powder and so our project came to a sad end. We miss our friends the yogurt cultures, and spirits have been a bit lower since we tossed the last microbes to the sea… At least the cake survived.

Every time we think we might stop for a rest and a walk we seem to meet opposition – shoals, too much wind, or in the case of today’s plan, we overshot the destination by 40 miles. We had hoped to visit Smoking Hills, a place Franklin Discovered in the 1820’s, which is a large mass of smoldering coal that sends steam through a layer of peat moss. We weren’t exactly clear on where it was or how large it was and thought we might access it from near Cape Bathurst. Shoals prevented us from getting to the mainland and then we realized we already passed the probable location in the middle of the night before. We tried to pretend we saw some smoke at the tip of the cape and even doubled back two miles to take a second look, but alas, it was only mist from a frothy sea crashing on the rocks.
Instead we will go to Tuktuyaktuk. Of course that also has a few miles of very shallow water we need to pass, so fair weather will be important.

We’ve been keeping track of notable incidents for our Idiot Awards and thought we’d share some highlights. One of us sprayed bug spray into their hair when they thought they were spraying dry shampoo. One brushed their teeth with skin cream and another with washing powder. One was navigating so carefully along a depth line of 10 meters that they went in a complete circle (not looking up enough from the depth gauge). One was fishing and caught the boat, tossing the pole about 35 meters into the sea. We only got it back because the hook was still attached to the German Flag. And our favorite so far, one spent two minutes trying to see out of a pair of binoculars and finally in frustration hollered out,  'how do these things work?!” So another came by and tried for another minute before realizing that the lens covers were still on. Stay tuned, we still have some time to go for new contenders.

It’s hard to believe we’ve been traveling so long and some of us still have a long way to go! But as far as the Northwest Passage, we are considering the end to be Barrow and that is just 6 or 7 days away with a few stops.

Right now we have a nice wind behind us and it is cold, about 32 degrees and raining/sleeting. If it drops any more we may get some snow. For the last few days we have really felt like we were in the arctic. The colder temperatures, storms, empty seas, and completely flat, animal-less, and barren landscapes have made it clear that we are Very Far Away. Winter is on her way back again.

In the photo you can see the waves starting to pick up in Amundsen Gulf.
We estimate the taller ones to be about 12 feet give or take a few.

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Wir sind ein wenig im Hintertreffen mit Berichten, aber Geduld, da sind wir wieder und es geht uns bestens.

Am 18 August kamen wir zur Frühstückszeit in Cambridge Bay an, die Muktuk war schon da.
Wir ankerten etwa 100 m vom Wrack der Maud, Amundsens zweitem Schiff das hier gestrandet ist und seit über 100 Jahren als Denkmal im Wasser liegt. Die Eichenplanken sind noch sehr gut erhalten. Zur Zeit prüft ein norwegisches Taucherteam die Möglichkeit, es zu heben und möglicherweise nach Oslo zurückzubringen, wo die Gjöa Have bereits dem Nationalstolz dient.

Das Wetter war wenig einladend - grau, regnerisch, neblig mit Windböen von 30, wir hatten also eine schaukelige Fahrt. Der Hafen von Cambridge Bay ist gut geschützt, aber wegen seiner Untiefen etwas schwierig navigierbar. Dafür weisen Bojen den Kurs.

Nach dem Frühstück erkundeten wir den Ort. Von all den Siedlungen Kanadas hier oben ist C.B am besten für Besucher ausgerüstet. Im Internet gab es kostenlos Kaffee, Internet und sogar eine heisse Dusche ohne Zeitbegrenzung für etwas mehr als 5 C$. Es gibt zahlreiche Bücher über die Arktis und Clara ist eine phantastische Hilfe. Man verzeichnet dort auch alle Schiffsbewegungen. Dieses Jahr wollen insgesamt 14 private Yachten die Passage in Ost- oder Westrichtung befahren. Man hatte unseren Blog gelesen und erwartete uns bereits.
Auch die Eshamy, ein englisches Schiff, hatte hier einen Stop eingelegt, mit ihrem Captain so salzig wie die See.

C.B. ist ein freundlicher Ort, wir ergänzten unsere Frischprodukte und genossen einen Moschusochsen-Burger. Moschusochsen gehören zur Familie der Ziegen, das Fleisch ist mager wie Büffelfleisch. Wir tankten Diesel, verabschiedeten uns von der Muktuk, die von nun an langsamer vorwärt segelt, da sie an der amerikanischen Nordwestküste überwintern wird.

Um die Mittagszeit des 19.August legten wir ab. Es war sonnig und wir brauchten nicht einmal unsere Jacken, leider hatter wir aber längere Strecken nicht genug Wind. Wir versuchten nahe am Ufer von Victoria-Island vorbeizufahren, um evtl. Tiere zu sehen, aber die Gewässer sind nur unzureichend vermessen und plötzliche Untiefen zwangen uns zurück in tieferes Wasser. An Land sahen wir zahlreiche grosse Felsbrocken und Roland meinte, dass sich wahrscheinlich hinter jedem von ihnen ein Moschusochse versteckte und wir nur nach den hervorschauenden Schwänzen Ausschau halten müssten.

Der für den Tag vorausgesagte Wind von über 35 Knoten liess auf sich warten. In Bernard Harbour, einer Bucht im Coronation Gulf, gingen wir vor Anker. In C.B hatten wir ein grosses Stück Karibu geschenkt bekommen und Wolf zauberte aus der Hälfte davon einen tollen Braten. Leider liessen uns der mittlerweile aufgetretene starke Wind und der hohe Seegang am nächsten Morgen nicht an Land gehen. So verschoben wir unseren Landausflug um 36 Stunden und segeln nun, Sonntag 21. August, bei sehr starkem Wind rollend und stampfend auf Pierce Point Harbor im Amundsen Gulf zu. Wir fliegen nur
so vor dem Wind dahin, Schmetterling mit Grosssegel und Genua.

Auf dem Photo schwingt Captn Wolf Kloss im Dinghy vor Cambrige Bay stolz
die Fahne von Nunavut.

21.8.2011, 14.45 h Bordzeit
Pos:            N 69° 09' W 115° 51'Amundsen Golf
Wind:          SE 20/25 kn
Baro:           996
Temp:    Air             7° C
            Water        3° C
Wetter/weather:     wolkenlos sonnig / cloudless sunny
Kurs/heading:          300°
Geschwindigkeit/speed:    7 kts


Sorry for the delays but here we are again and all are well. We got to Cambridge Bay at breakfast time on the 18th with Muktuk to port. The weather coming in was soggy – grey, rainy, foggy, etc. We had winds gusting again past 30 so it was a wobbly ride. Cambridge Bay has a nice, protected harbor that is a little tricky to enter. It is, however, well marked so we had no troubles.

After breakfast we headed out to the town to have a look around. Of all the towns we have visited Cambridge Bay is best suited for tourists. The office had fresh coffee waiting for us, free internet, and showers with no time limit for $5.25 Canadian Dollars. The office is great with many artic reference books people can borrow and a cool map where visitors can apply pins to show where they are from. They will also give you a certificate to show you have been there which is positively charming.

Clara who works there was fantastic help and helped us a lot. In Cambridge Bay they keep track of all the boats making a Northwest Passage. They expect 14 private boats this year, which includes both easterly and westerly passages.  
They had been expecting us and reading this blog! Hi Cambridge Bay, we love you! We also met Eshamy, an English Boat also heading west with a captain as salty as the sea.

The town itself was very friendly and we wandered around, stocked up on fresh produce and had Musk Ox burgers at the hotel. The musk ox is in the same family as the goat and is lean like buffalo. All who had enjoyed. We refueled, bid farewell to Muktuk, and left at mid-day on the 19th.

The weather was gorgeous (sunny and sweaters without jackets temperature), except we didn’t have enough wind to really sail for long periods of time. We tried to get close to the shore of Victoria Island to see animals but the area was not well charted and we came to shallows while still too far off to see much. Roland suggested that the musk ox were hiding behind the rocks and that we should look for their tails sticking out… Ha!

We anchored at Bernard Harbor in Coronation Gulf at 1am on the 21st. All day we had been expecting winds from the southeast at over 35 knots but it was late. We have it now. We’d hoped to do a little hike in Bernard Harbor but it was too windy to land the dinghy. So we’ve postponed our hike while we travel another 36 hours of near gale winds, careening and bouncing our way to Pierce Point Harbor.

This blogger has been reading Tristen Jones and his story of a solo voyage in Cressell through the arctic beginning in 1959. If you like sailing adventure books, try reading “Ice.” In addition to his adventures he also writes about the history of exploration. He wrote that long before Greece and Rome, the Celts used to tell of a man called Dedannan, King of the Firbolgs. He was a great leader, full of life and magic, and at one with the sea.
They say he sailed to Ireland on “white horses,” the fierce and frothy waves of the Atlantic. Though we are just heading to Amundsen Gulf, far away from the mighty Atlantic, we have no shortage of white horses. But don’t worry, we’ve lashed down the fresh yogurt and butter pecan cake!
All are snug in our very seaworthy Santa Maria Australis.

The engine is off and we're flying with the wind behind us. Swooosh!

Captain Wolf Kloss is in the photo proudly flying the flag of Nunavut in our Dinghy in Cambridge Bay.


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Bei strahlendem Wetter passierten wir erfolgreich die Simpson Strait.
Langsam wegen der vielen Untiefen schlängeten wir uns durch, zum Teil sogar unter Segeln. Es war ein wichtiger Moment auf der Reise. Das Land ist wie überall hier sehr flach, es gibt kaum Erhebungen.

Dann ging es weiter nach Cape Herschel. Hier begann die verbleibende Mannschaft Franklins ihren Todesmarsch über das gefrorene Land und das Seeeis. Sie sollten alle umkommen. Einige Inuit hatten sie aus der Ferne beobachtet, konnten ihnen aber keine Hilfe anbieten, da ihre eigenen Vorräte kaum ausreichten. Noch heute stehen dort einige Cairns, es ist jedoch schwierig auszumachen, welche (Rettungs-)expedition welches Steinmal errichtet hat.

Noch in den 70er Jahren hatte die Canandian Coast Guard als letzte eine Würdigung Franklins hinterlassen. Plötzlich hörten wir in der Einöde das Brummen eines Helikopters. Es war die Canadian Coast Guard. Einen Rundflug über die Insel hätten wir durchausangenommen. Ausser ein paar Vögeln sahen wir keine Tiere, dafür entdeckten wir andere Spuren von Leben.

In dem kalkigen Gestein stiessen wir zum ersten Mal auf der Reise auf grosse Versteinerungen, konnten aber nicht erkennen, worum es sich handelte: Fische, Echsen, Teile von Trilobiten, die sich noch nicht eingerollt hatten? Zurück an Bord beschlossen wir, das Gewehr zu reinigen. Es war zwar kaum schmutzig, da wir nur vier oder fünf Probeschüsse damit abgegeben hatten, aber es war ein perfekte gruppendynamisches Projekt für einen Segelnachmittag.

So sassen einige von uns um den Tisch, lasen die Gebrauchsanweisung und gaben einander Ratschläge, was wie am besten zu tun sei.

Die ganze Nacht und den nächsten Morgen segelten wir bei steifer Brise nach Jenny Lind Island. Die ganze Zeit über hatten wir Sichtkontakt zur Muktuk, deren Besatzung dort allerdings nicht an Land ging. Wer war Jenny Lind? Niemand von uns wusste es.

Die Bücher über die Arktis an Bord gaben keine Auskunft und Zugang zu Google haben wir nicht. Bisher sind folgende Vorschläge eingegangen: Franklins Schmuse-Narwal, eine Inuit-Näherin, ein reicher amerikanischer Expedidionsausrüster, oder Amundsens Schwiegermutter. Nach einem Mittagessen mit Nudelsuppe machten sich einige von uns auf an Land. Es war uns gesagt worden, dass wir möglicherweise auf Reste von Inuit-Gegenständen stossen würden.

Franklins Brieföffner? Unser Repertoir an sarkastischen Franklin-Witzen wächst täglich. Im Frühjahr und Frühsommer ist hier eine Feuchtlandschaft, die eine für hiesige Verhältnisse reiche Flora und Fauna hervorbringt. Jetzt im Spätsommer war alles ziemlich trocken, dafür einfacher zum Laufen. Der starke Wind und die niedrigen Temperaturen hielten die Moskitos fern. Wir fanden die Skelette von drei Moschusochen und ein Karibu-Geweih.

Jetzt sind wir auf dem Weg nach Cambridge Bay. Es ist kalt, grau, regnerisch, aber der Wind von achtern ist gut für uns. In dreizehn Stunden werden wir ankommen.

(Das Foto zeigt Jenny Lind Island)

 

 

 

We successfully cleared Simpson Strait. We went slow, used multiple charts, and made it through partly under sail even. It was an important moment. From there we went to Cape Herschel, the point at which Franklins men began their infamous death march across the frozen land and sea. We saw some cairns, though it is difficult to know which cairn belongs to which expedition team. We did see one that the Canadian Coast Guard erected and marked in the 70’s as a tribute to Franklin. 

We also were visited by a low flying Canadian Coast Guard helicopter. We were hoping they would stop and give us a ride. After our walk we decided to clean the gun. Considering we have only fired four or five (test) shots it was hardly dirty. It was more just an excuse to take it apart and see how it works. Several of us sat around the table, pulling at parts, reading manuals, advising whoever had last grabbed the gun what he or she should push, pull, or press… etc. -- a perfect group project for a sailing afternoon.

 


We sailed all night and morning, at times under a stiff breeze, to Jenny Lind Island. Muktuk was in sight the whole time until we made the stop and they went on. None of us know who Jenny Lind is or who named the island. We don’t have all our arctic reference books with us and we don’t have Google. Right now the suggestions are: Franklins pet narwhal, an Inuit woman who sewed clothes for people, a wealthy American investor in expeditions, and Amundsen’s mother-in-law.

After a lunch of noodle soup some of us headed out to visit the island. We were told there were possibly Inuit artifacts lying around. The Jenny Lind landscape is amazing. It’s a wetland in the spring, early summer, and plentiful with flora and birds and animals who eat flora and birds. Because we are now getting late in the season it was pretty dry, which made it much easier to walk. And the high wind and brisk air kept the mosquitos out of our way.

It’s a small island, from a few vantage points you can see nearly all its perimeter, and it seems to have many diverse micro-ecologies within it. We saw so many different types of plants and terrains, rocks, sand, clay, even dirt in a few places. The rocks were also diverse and reminded us of what we had seen in Pond Inlet.

We also saw the skeletons of three musk ox and some caribou antlers.

Now we are headed to Cambridge Bay. It is cold, grey, and rainy with the wind behind us and the engine off. We’ve got 13 or 14 hours to travel.

The photo is of some Jenny Lind terrain.

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Gestern verabschiedeten wir uns von Gjoa Haven und unseren Freunden von der Muktuk, die uns mit ca. einem Tag Abstand folgen wird. Der Tag war voller arktischer Trugbilder von schwimmenden Inseln, nicht existierenden Eisbarrieren und seltsamen Felsformationen vor uns im Wasser, die sich manchmal in Nichts auflösten. Es ist wirklich spektakulär (könnte auch einmals geföhrlich sein), wie das Licht auf der See spielt.Wir machten eine Menge Witze darüber, dass wir am Ende wirklich wahnsinning würden, oder wie die Hollönder sagen "hij heeft ze niet op een rijtje" (he’s doesn't have them all in a row), oder die deutsch-Englische Entsprechung "nicht alle Tassen im Schrank haben"/"he doesn't have all the cups in the cupboard".

Nach einem Nachmittag vor mössigem aber kalten Nordwind, die Temperaturen werden langsam arktischer, mussten wir unser Vorhaben aufgeben, bei Starvation Cove zu ankern, wohin Franklins Leute sich noch geschleppt hatten, um dort zu verhungern oder zu erfrieren. Wir hatten gehofft nage genug heranzukommen und mit dem Dinghy an Land zu gehen, aber das Wasser war aussergewöhnlich seicht und voller Felsen.

Im pilot book heisst es zu dieser Gegend nur, sie sei voller Inseln und Klippen, und das ist so richtig wie vage. Stattdessen steuerten wir die weniger dramatisch klingende Thunder Bay an. Hinein zu kommen war fast genauso schwierig, aber sie bot besseren Schutz.  Leider war es schon dunkel als der Anker fiel,der Sommer endet nun schnell. Doch heute gingen wir für ca. eine Stunde an Land. Wir fanden zwei verfallene Schutzhütten aus Holz ,oder besser Windschutzreste vor, vielleicht diente alles auch nur zur Trocknung von Arktischen Seesaibling. Dennoch sieht es so aus als wöre es noch in Gebrauch, denn es lagen auch ein paar moderne Angelgeröte und eine Säge herum. Es gab auch grössere Felsen wie in Pond Inlet, roten und schwarzen Quarz und mit orangen Flechten verzierten Ton.

Die Stimmung ist gut an Bord und wir bereiten uns auf die Durchfahrung der Simpson Staight vor. Sie ist zwar gut kartographiert aber dicht mit nahe beieinander liegenden Felsen gespickt, mit zahlreichen seichten Stellen (2-6m) im Zickzack, die sich auch noch jöhrlich veröndern.

Unsere Seekarten sind daher nur bedingt tauglich. Die SMA braucht 2.5 m.
"The passage is generally considered to be the most difficult navigation between the Canadian mainland and the southwest islands of the arctic archipelago." Arctic Pilot, Chapter 3, 15.60

Heute werden wir Geduld haben müssen.

 

 

Thunder Cove 

Aktuelle Position:

12.45 Uhr Bordzeit
Thunder Cove, Simpson Strait
N 68°22´ -  96°57´ W
Kurs: 285°
Speed: 3,5 kn

Yesterday we bid farewell to Gjoa Haven and our friends Muktuk who will be a day behind us. The whole day was full of more arctic light miracles/mirages of floating islands, walls of non-existent ice, and strange rock formations that may or may not have been present. It’s truly spectacular (if not a little dangerous) what this light can do to the sea.  We had a lot of jokes that some of us started to fear might come true about going insane, or as the Dutch say hij heeft ze niet op een rijtje (he’s doesn't have them all in a row), or Germans Nicht alle tassen im schrank (he doesn’t have all the cups in the cupboard). When American #1 said “hey, look, It’s Lost-My-Marbles-Island” American #2 appeared moments later in the hatchway with a bag of marbles and said “I haven’t lost mine.” Apparently John has traveled with these marbles for 10 years waiting for just such an occasion to use them. He says he has never lost them.

After an afternoon of variable to moderate north and chilly wind (it’s beginning to feel like we are in the arctic) we had to abort our plan to stop at Starvation Cove, where Franklins last men wandered off, starved, and froze to death. We had hoped to get close enough to take the dinghy ashore and look around. But the water was exceptionally shallow and plentiful with rocks.
The pilot book describes it as “heavily encumbered with islands and dangers,” an accurate description.  Instead, we opted for the only slightly less dramatic-sounding Thunder Cove, which was only slightly less difficult to get into, but very well sheltered.

There are two abandoned houses in view and some remnant of a wooden structure, which is likely wind protection or racks for drying fish. There is also a large rock that looks like a musk ox. Perhaps we are a little too eager for animals. Sadly, it was dark when we anchored. Summer goes fast! But today we investigated today for an hour or so. The houses look like they are still being used as shelters while fishing. We found modern food containers, fishing tackle, and a few saws. The island also had rocks like Pond Inlet. A lot of quartz, some deep red and black, and clay decorated with bright orange lichen.

Spirits are high and we are psychologically preparing for Simpson Straight, which is well charted, but not in our favor. It is narrow and harbors numerous, tightly packed rocks and shoals with depths charted at 6, 4, 2, and zero meters in strategically inconvenient zig zags. We need 2.5 to pass. The shoals also move from year to year so our charts will be only moderately helpful.

"The passage in generally considered to be the most difficult navigation between the Canadian mainland and the southwest islands of the arctic archipelago." Arctic Pilot, Chapter 3, 15.60

Patience will be the name of today’s game.

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Sicher in Gjoa Haven
 
Grüße aus Gjoa Haven! Wieder haben wir eine Zeitlinie überquert, d.h. wir liegen 8 Stunden vor Mitteleuropa oder auf der Höhe Colorados. Als Amundsen als erster die Nordwestpassage durchfuhr verbrachte er hier die Winter 1903-1905. Er freundete sich mit den Inuit an und und lernte von ihnen wichtige Überlebenstechniken. 18 Familien, etwa 60 Personen hatten sich in der Nähe niedergelassen, aber es war noch keine permanente Siedlung.

Drei Wochen lang hatten wir kein einziges Segelboot gesehen, doch nun lagen schon zwei im Hafen; heute nacht kam auch noch die Muktuk hinzu.  Die Kotuku ("Der weisse Reiher" in Maori) und die Leava aus Belgien waren beide von Westen her gekommen, die Muktuk aus unserer Richtung.

Captain Ian von der Kotuku überbrachte Grüsse für Wolf von der Tamara, einer anderen Segelyacht. Es ist immer wieder ein denkwürdiger Moment auf Segelreisen, an entlegenen Orten von Freunden zu hören. Die Hälfte der Reise nach Point Barrow liegt klar hinter uns. Die beiden Boote auf Westkurs hatten Barrow vor drei Wochen verlassen und hatten sowohl den Wind als auch die Strömung gegen sich. Wir verliessen Pond Inlet vor zwei Wochen und der Wind war mit uns. Ausserdem ist die Santa Maria Australis grösser. Wir hoffen weiter auf unser Glück. Dasselbe wünschen wir natürlich der Muktuk. Es ist schon eigenartig, dass man sich mit vier Segeljachten vor Anker schon fast in einem geschäftigen Hafen wähnt.

Gestern besuchten wir den Ort und erforschten die Umgebung. Im Laden gab es Frischeprodukte zu horrenden Preisen (und Schoggi!). Wir wanderten auch zum Amundsen-Gedenkmal, auf der einzigen Landerhebung, die man Hügel nennen könnte. Die Landschaft ist sehr flach hier und grün, verglichen mit den Fels- und Schotterwüsten der vergangenen Wochen. Im Grünen gibt es auch wieder Mosquitos, aber sie waren nicht weiter störend. Die Blumen und Pflanzen beginnen bereits abzuwelken, auszutrocknen und ihre Farben zu verlieren. Der Sommer endet hier schnell. Obwohl wir bereits in eine neue Zeitzone hineingesegelt waren, ging die Sonne bereits um 21.30 Uhr unter. Zum ersten Mal sahen wir auch den Mond und er war voll. Zum ersten Mal waren auch Taschenlampen wieder nützlich.

Am Abend aßen wir alle (d.h. ausser Roland) Kabeljau, den wir in der Bucht gefangen hatten. Es war leider auch der letzte Abend mit Dieter, den wir sehr vermissen werden. Er war seit Illulissaat an Bord. Zu diesem Anlass hatte Tina eine kleine Diashow mit Bildern von uns allen zusammengestellt. Auch Harald, der seit Pond Inlet dabei war fliegt zurück. Gute Rückreise! Dafür kommen heute John (USA) sowie Heiner und Wilfried (beide Deutschland) neu dazu.

Als wir gestern ankamen, war praktisch der ganze Ort beim Fischen, denn es gab einen örtlichen Angelwettbewerb für Arctic Char, arktischen Seesaibling. Heute Abend findet ein Fest statt, auf das wir uns schon freuen.

Wir müssen noch einige Einkäufe machen und dann geht es morgen Vormittag wieder los, 1300 Seemeilen und zwei Wochen sind es von hier nach Point Barrow. Da wir nicht mehr mit Eis rechnen müssen, sollten wir auch genügend Zeit für ein paar mehr Landgänge haben als ursprünglich geplant. Das ist umso willkommener, als es auch wieder dunkel wird, was das Segeln in der Nacht erschwert. Aber wie gesagt, der Sommer endet schnell, und mit fallenden Temperaturen kann sich das Eis so schnell wieder bilden wie es vorher geschmolzen ist.

Im Photo sehen wir vorne Roland, Shel, Dieter und hinten Captn Wolf, Sepp, Andreas und Jaap, im Hintergrund die SMA im Hafen von Gjoa Haven.
Dank an Tina Uebel.

 

 

Crew Gjoa Haven 

Aktuelle Position:
21.30 Uhr Bordzeit
Bay of Gjoa Haven
N 68°37´ -  95°53´W
Vor Anker

Greetings from Gjoa Haven. We have crossed another time zone and now rest firmly above the eastern edge of Colorado, just 3,000 miles to the north. Amundesen, who was the first to successfully make a Northwest Passage spent two winters here 1903-1905 learning from the local people and making friends. At the time there were 60 people in the area from 18 families but it was not yet a permanent settlement.

After not seeing a single sailboat up close for three weeks we find ourselves in a harbor with three other voyagers. Kotuku  from New Zealand and Leava from Belgium have both come from the west and Muktuk arrived late last night hot on our tail. Kotuko and her Captain Ian brought greetings for Wolf and Santa Maria Australis from Sailing Vessel Tamara, which is always a beautiful part of sailing – far away friends meeting at even farther away places.

Clearly we are at nearly the halfway point. Both eastbound boats left Point Barrow about three weeks ago. They had the wind and currents against them. We left Pond inlet about 14 days ago but we are larger and had the wind in our favor.  And of course we are thrilled to see Muktuk! Hopefully they will continue on with us. It seems almost silly to be in this tiny harbor and feel crowded with four sailing vessels.

We spent yesterday exploring the town and the outlying area. We visited the store for fresh produce (and candy) and then hiked out to see the Amundsen memorial that lives atop the only land that could be classified as a hill. It is *very* flat out here. It’s also quite green, especially considering the last few weeks of rocks that we have had. Of course green brings mosquitos, which were energetic, but not horrific. It was also interesting to see the plants and flowers we’ve been observing all summer at the end of their time, drying out and fading in color. Summer ends quickly in these parts. The sun was down by 9:30 last evening, though granted we have just shifted another time zone. It was the first time any of us had seen the moon, and she was full! It was also the first time this blogger wished she hadn’t forgot her flashlight.

We ate cod that we caught in the bay and saw some wonderful photos Tina had taken. She put together a slideshow of our last three weeks. We were having a sentimental evening all together to bid Dieter farewell. He has been with us since Ilulissat and will be terribly missed. Harald who joined us in Pond Inlet is also bidding adieu. Safe travels, friends. We will be joined today by John (USA), Heiner (Germany), and Wilifried (Germany).

When we arrived yesterday we saw many people on the shores fishing. We thought that meant it was great fishing around here. It turns out it was a local competition for Arctic Char. The party to celebrate the winner is today at 6pm, so we plan on going and meeting some people. We are really looking forward to that.

We have some logistical errands that need to wait until Monday morning when everything opens again, so we will probably leave late morning. We have about 1300 nautical miles to travel to Point Barrow and we have 15 days, so we should be able to travel at a nice pace. With the ice melted we may even be able to stay over in a few more places than we had originally planned. Because of the darkness it will be slower going at night so the rest will be welcome when we can take it. That said, we already mentioned that summer ends fast and as quickly as the ice melts it can reappear as the temperatures drop. So we will just have to see how it goes.

In the photo we have Roland, Shel, and Dieter in the front row and Capt. Wolf, Sepp, Andreas, and Jaap in the back. Santa Maria Australis behind us in the bay at Gjoa Haven. Thanks Tina Uebel!

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Robbe auf Eis!
Am Abend des 10.August passierten wir die Bellow Strait und erreichten somit die nördlichste Spitze des nordamerikanischen Festlandes. Dies kostete einer Flasche Sekt ihr Innenleben.

Gestern durchsegelten wir die Franklin Strait, wo wir mit grösseren Mengen Packeis rechnen mussten, doch unsere Sorgen erwiesen sich als unnötig. Nur ein paar Passagen erforderten unsere ganze Konzentration und eine Verringerung unseres Tempos. Immer wieder staunen wir darüber, dass noch vor einer Woche eine geschlossene Eisdecke kein Durchkommen erlaubt hätte. Unser Timing war also perfekt, und dies obwohl sich so etwas nicht bis ins Letzte vorausplanen lässt. Wir hatten eben auch das Glück auf unserer Seite.  Doch wir wollen nicht übermütig werden. Bis Point Barrow liegen noch 2000 Seemeilen vor uns, und eine Menge kann noch  geschehen. Unsere Freunde von der Muktuk dürften nicht weit hinter uns sein.
Wir hoffen, dass auch bei ihnen alles gut läuft.

Beim Durchqueren eines Eisfeldes stiessen wir auf eine riesige alte Bartrobbe, die es sich auf einer Eisscholle bequem gemacht hatte. Sie liess uns sehr nahe herankommen, bevor sie sich mit einem gewaltigen Platscher ins Wasser flüchtete.

Um 7.30 liessen wir im seichten Wasser vor Clarence Island gegenüber der viel grösseren King-William-Insel den Anker für die Nacht fallen. Die Inseln sind allesamt sehr flach hier und ragen kaum aus dem Wasser.
Wie hatten die Seefahrer des 19. Jahrhunderts hier überhaupt ihre Karten zeichnen können.

Gerade erst hatten wir unseren Sonntagskuchen (Donnerstag ist Seemannssonntag!) gegessen und so sparten wir uns das Kochen und machten uns über den geräucherten Schinken her, den Sepp mitgebracht hatte, dazu Käse, Oliven und Nüsse. Unsere Gespräche dauerten bis tief in die Nacht; es gab tatsächlich eine kurze Periode der Dämmerung, da die Sonne wieder kurz untergeht.
Leider hat sich kein Fisch in dem Netz verfangen, das wir gestern Abend noch gelegt hatten.

Wir haben gerade den Anker gelichtet und sind auf dem Weg nach Gjöa Haven, ungefär 100 Seemeilen südlich von hier. Gegen Samstag Mittag wollen wir dort ankommen. Leider wird uns Dieter dort verlassen, er muss zurück in die Schweiz. Ein paar neue Leute werden dazustossen und mit elf Personen wird die SMA dann voll sein. Ende August wollen wir Point Barrow erreichen. Wir werden sehen, wieviel Zeit uns bleibt für Stopps und Landausflüge Bisher hatten wir mehr Gelegenheiten für Wanderungen, als wir erwartet hatten und wir hoffen, dass es so bleibt.

Im Moment schiebt uns eine sanfte Brise vorwärts. Es ist grossartig.

 

 

floating seal 

Aktuelle Position:
12.08.2011
13.30 Uhr Bordzeit
James Ross Strait
N 69°43,6´ -  97°13´ W
Kurs 160° St.Roch Basin
Speed: 5 kn


On the evening of the tenth we passed Bellot Strait in Peel Sound. The strait marks the northernmost tip of the North American mainland. Now we can walk to Puerto Williams, Chile, though none of us intend to.

We spent yesterday traveling through Franklin Strait and were concerned about large volumes of pack ice that never really materialized. We did have a few passages that required concentration and slow-going care but nothing substantial. It’s amazing to think that a week ago it was frozen solid. Our timing has been impeccable and it’s not something that can be so meticulously planned. It’s really the luck of the draw and this year seems to be ours, so far.

We still have almost 2000 miles to go to Point Barrow, so a lot can happen between now and then. We’ve heard from our friends on Muktuk and they are not far behind us, so hopefully it will continue well for them as well.

On our way we happened by a seal lounging on an ice float. He was huge!
And he had grey whiskers so we decided he was also very old. We also decided he was a bearded seal using our handy arctic flora and fauna identification book.

We set anchor at about 7:30 pm beside Clarence Island, just east of the much larger King William Island. We’d just had our Sunday cake and none were too keen on cooking, so we had cheese, olives, nuts, and smoked ham that Sepp brought from Germany. It was a simple, nice evening with conversation late into the night.

We’ve just pulled up the anchor and are heading now to Gjoa Havn, about 100 miles to the south. We should be there by mid-day Saturday. Dieter will be departing and none of us want him to go; he has to return to Switzerland. We’ll be picking up a few more, which will bring our number to 11, about maximum for this ship. Our goal is to be at Point Barrow around August 30. We are unsure if we will have time or ability to stop along the way. On this leg we were able to stop more than we had expected so hopefully our luck will continue and we’ll get to take more hikes.

We’ve cut the engine and are moving along quietly in a gentle breeze. It feels great.

The seal photo courtesy of Roland.

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Im Peel Sound, Kurs nach Süden. Das Wetter ist auf unserer Seite, der Wind bläst das Eis weg von uns.
In etwa 20 Meilen werden wir Eiskontakt haben,Voraussagen sind schwierig. Es ist kaum zu glauben:
Noch vor einer Woche war hier alles noch dicht mit Eis bedeckt, an ein Durchkommen wäre nicht zu denken gewesen, jetzt  treiben nur noch vereinzelte Eisschollen im Wasser.

Dafür spielen diese mit unseren Sinnen. Sie vervielfachen sich in der Entfernung, täuschen Eisbarrieren und Packeisfelder vor, um sich beim Näherkommen in Luft aufzulösen.
Genau an diese Stelle war es schon Roald Amundsen so ergangen, als er notierte "im Eismeer gilt es noch mehr als anderswo, dass der Schein trügt. Man muss warten, bis man die Dinge anfassen kann, ehe man irgendwie sicher sein darf". In der Entfernung schwimmen turmhohe Eisberge und Inseln treiben auf Nebelbänken.

Die letzten Tage seit Beechey waren warm und sonnig gewesen mit Temperaturen zwischen 10° und 15°C. Wir machten Halt in Resolute Bay, um Propangas zum Kochen zu kaufen und eine Tüte Pfirsiche für 50$, ein Geschenk von Tina. Für einige von uns werden es wohl die einzige Pfirsich bleiben für diesen Sommer und sie waren köstlich. Auch eine Lokalzeitung konnten wir ergattern. Aber was heisst hier schon lokal? Das Blatt deckt ganz Nunavut und die kanadischen Northwest Territories ab, ein Gebiet halb so gross wie die Vereinigten Staaten mit der Bevölkerung einer amerikanischen Kleinstadt.
Wir lesen von einem Sommerlager für Jugendliche, der defekten Kühlanlage einer Gemeinde und einen Leitartikel der Tourismusbehörde, der meinte, die Siedlungen an der Nordwestpassage könnten nur profitieren von einer grösseren Anzahl von Kreuzfahrtschiffen (zugegeben, wir sind hier nicht vorurteilsfrei....). Resolute Bay war freundlich.

Jederman grüsste uns oder fragte, ob wir Hilfe bräuchten. Im Postamt schwatzten wir mit Ralph, der unsere Ansichtskarten sorgfältig mit einem wunderschönen Stempel versah, schnell trocknend, wie er uns versicherte. Einige aus unserem Team wanderten zu einem Flüsschen in den Hügeln.

Nach dem Abendessen fuhren wir hinaus in die Barrows Straight, hinüber zum Cunningham Inlet an der Nordseite der Somerset Insel, wo wir hofften Belugawale beobachten zu können. Eine wunderbare vierstündige Wanderung führte uns hügelauf, hügelab über Felsen und Schotter, durch Bäche mit köstlichem Trinkwasser die Bucht entlang, in der es von Walen nur so wimmeln sollte. Aber all unsere Walbeschwörungstänze und -gesänge waren vergeblich.

Vielleicht hatten sie uns aber auch die respektlosen Tarzan-und-Jane Inszenierungen von Tina und Dieter (siehe Foto) neben dem Gerippe eines Artgenossens am Strand übelgenommen. Wie auch immer, wir genossen das Privileg dieser Wanderumg bei Sonnenschein in der hohen Arktis. Die reglose unendliche Landschaft mag auf manche eintönig wirken, aber sie schärft die Sinne für kleinste Veränderungen in Farbe und Licht und die wenigen Formen von Leben: ein paar Flechten hier, eine kleine Blume da, immer wieder Wasservögel und zwei graue arktische Hasen ...

Zurück an Bord summt sogar schon ein Mosquito, Vorbote der riesigen Schwärme, die uns später weiter im Süden erwarten? Eine weitere Premiere sollte diese Nacht stattfinden. Zum ersten Mal tauchte die Sonne wieder in den Horizont, für manche war das schon zwei Monate her. Sie blieb nicht lange weg, vielleicht zwanzig Minuten, und es blieb hell. Ob sie wirklich untergetaucht war ist unklar, da sich im Norden plötzlich ein paar tief hängende Wolken gebildet hatten. Vielleicht war es auch dieses kosmische Ereignis, das uns später die Eismengen, sogar Geisterschiffe und andere Fata Morganas sehen liess, von denen oben die Rede war. Oder war das frische Quellwasser von der Insel mit dem gefährliche Blei versetzt, das schon der Franklin-Expedition zum Verhängnis geworden war?

Jedenfalls wurde es eine faszinierende Nacht für die Wachen, mit viel Phantasie, Scherzen, Lachen und wunderbaren Lichtspielen auf dem Wasser. In ein paar Tagen werden wir in Gjöa Haven sein, 200 Meilen und eine nicht genau bestimmbare Menge Eis trennen uns noch. So long!

 

 

Tina_menix_dinner_polaroid 

Aktuelle Position:
20.30. Uhr Bordzeit
Larson Sound
N 69°56´ -  97°37´ W
Cape Felix, King William Island
Speed: 5 kn

We are currently heading south down Peel Sound. We’ve had a lucky streak with weather and thus far the wind has been blowing the ice field away from us. We think we will come into contact in about 20 miles, but it’s hard to say. The last few days since Beechey have been quite warm, with temperatures in the upper sixties, blue skies and plenty of sun.

We spent one of those days in Resolute Bay. We did exciting things like get propane for cooking (we were on our last barrel) and a bag of peaches that cost $50, a gift from Tina. They are likely to be the only fresh peaches any of us have all summer and were delicious. We picked up a local newspaper, and by local we mean a paper that covers all of Nunavut and the Northwest Territories, a land mass about half the size of the United States with the population of a small american city.  
We read about summer camp, a broken community freezer, and an editorial from the tourism board that said hamlets along the northwest passage had only things to gain from an increase in cruise boat traffic.
No bias there…

 

Anyway. We liked Resolute. Every single person said hello to us, offered their help, and it felt well cared for. We spent a little time in the post office with Ralph who stamped our cards with a special Resolute stamp; “Quick drying ink” he assured us. And some of the team went on a hike in the hills to a creek.

After supper we headed out to Barrows Straight and then to Cunningham Inlet for whale watching on the north side of Somerset Island.
We took a fantastic four hour hike under a clear sky with a warm breeze, up and down small hills of rock and gravel, across creeks that we drank from, and had many great conversations. We did not however see a single whale. We had it in our minds that this bay was overflowing with belugas, so crammed they would be fighting for space! And of course everyone we spoke with let us believe this. So we looked and looked, made strange whale-charming calls and improvisational dance moves to no avail. Kein Wal!

Regardless, we loved the walk and marveled that we were strolling in the high arctic on a sunny day, laughing and telling jokes, as if it were no big deal. What a privilege we have to be here. It’s possible that a certain type of person would get bored with landscapes of endless dusty rocks and the infrequent decorative, diminutive flowers that go with them, but not us. We like the light, the textures, the subtle changes in color, and the sparse wildlife. We did catch glimpse of another hare, this one grey and white. And Menix and Tina caught us some dinner (see the photo).

Just a few hours ago a mosquito flew into the boat for the first time in weeks. We think it was the scout and expect more as we continue south. Ack. But much more exciting than that was the sun. It set last night for the first time on this journey. For some it’s been two weeks since they last saw a sunset, for others it’s been nearly two months. The sun didn’t stay down long, about 20 minutes, so we never lost his glow. And it is debatable whether or not it ever went entirely below the horizon because we had some low-laying clouds. We think it must have been this cosmic event that convinced the late night watch team that they were seeing far off icebergs and land that never actually appeared.
It was a night of ghost ships and fata morganas.

Perhaps our fresh creek water was tainted with lead… In reality the water was very very calm and casting curious reflections that caused endless amusement. It was a good night. We had fun. Lots of laughing.

In just a few days we will be in Gjoa Haven. We’ve about 200 miles and an unspecified amount of ice ahead of us. Until  then…

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Terror und Erebus Bay

Morgens um 01.30 fiel der Anker neben  Beechey Island in der Terror and Erebus Bay. Hier verbrachte Franklin´s Expedition den ersten Winter bevor sie zu ihrer Reise ohne Wiederkehr in die Nordwestpassage aufbrachen. Die Insel besitzt eine fast heilige Ausstrahlung auf alle die sich mit der Arktis und ihrer Eroberung beschäftigen. Hier begann die bekannteste, bestens vorbereitete Expedition, die aus unfaßbaren Gründen spurlos verschwand und die Welt für lange Zeit mit erfolglosen Rettungsversuchen beschäftigte. Es gab viele weitere tragische Expeditionen, aber keine von ihnen erweckte ein solches öffentliches Interesse.

Es war die Suche nach Franklin und seinen 128 Seeleuten die die Welt den Blick auf die Arktis richten ließ. 36 Jahre, von 1846 bis 1880 suchten 25 verschiedene Expeditionen nach Spuren der beiden Schiffe EREBUS und TERROR und ihren verschwundenen Männern. Viele von ihnen begannen ihre Suche von der Insel Beechey aus.

Zu unserer Ankunft gab es ein spektakuläres Lichtspiel am mitternächtlichen Himmel. Das Sonnenlicht floss durch ein Wolkenloch, orangefarbene Strahlenbündel fielen auf die Hügelkämme und direkt auf die Gräber von John Torrington (Terror), William Braine (Erebus), John Hartnell (Erebus) und Thomas Morgan (Besatzungsmitglied der Rettungsschiffe INVESTIGATOR im Jahr 1848 und NORTH STAR 1849).

Wir gedachten mit einem Schluck Rum der Seeleute und unserer bisher harmonischen und erfolgreichen Segelreise und sangen zu Stan Rogers "to find the hand of Franklin reaching for the Beaufort Sea". Anschließend lauschten wir der Ballade "Lord Franklin" über die rastlose Suche Lady Franklin´s nach ihrem verschollenen Gatten.

Am nächsten Morgen segelten wir vor Beechey Island um einige Aufnahmen mit der SANTA MARIA AUSTRALIS zu schießen. Vor den Gräbern ließen wir den Anker wieder fallen und gingen an Land.
Die Insel Beechey ist knapp 200 Meter hoch wie die meisten Inseln hier, oben flach wie ein Teller und ansonsten ein Schotterhaufen: trocken, grau, und bedeckt von vor Frost geplatzten Felsen. Einige wenige Moospolster versuchen hier Fuß zu fassen.

Ein arktischer weisser Hase liess sich kaum von uns stören. Die Sonne schien bei ca. 15°C. Es war schwer sich vorzustellen wie das Leben damals im Winter 1845/46 gewesen sein muss: bei falscher und kaerglicher Ernaehrung, der damaligen Bekleidung, der taeglichen mühevollen Routine und den beissend kalten Temperaturen. Wir betrachteten die Gräber und Gedenksteine und sahen die Cairns mit den Mitteilungen anderer Seeleute. In der Nähe stehen die Reste von North Humberland House, erbaut als Vorratslager von W.S.J. Pullen, dem Befehlshaber der North Star Expedition 1852/53.

Viele Seereisende haben hier Schutz gefunden.Übrig geblieben sind nur Teile einer Wand, ein paar Steine, eine Ofentür sowie rostige Blechbüchsen und andere Behälter, die Wasser, Öl und weitere lebenswichtige Vorräte enthielten. Leere Konservendosen erzählen Geschichte. Sechs von uns stiegen hinauf durch ein steiles lockeres Geröllfeld auf das Plateau und dort zu dessen höchstem Punkt. Von dort bot sich ein spektakulärer Blick auf den Lancaster Sound und Devon Island im Osten, Somerset Island im Süden und hinüber über den Wellington Channel nach Cornwallis. Die anderen liefen am Strand entlang zurück zum anderen Ende der Insel, Sepp ging bis zu den Knien ins Wasser und Harald nahm ein Vollbad!! bei einer Wassertemperatur von 4°C.

Nach dem Abendessen segeln wir los nach Resolute für einen kurzen Aufenthalt, von dort aus soll es hinüber gehen nach Süden über den grossen Sound, wo wir hoffen in einer seichten Bucht Belugawale zu erspähen.

 

 

SMA graves 

Aktuelle Position:
10.08.2011
14.20 Uhr
N 72°38,6´ - 95°55,9´W

At 1:30 am we set anchor in Terror & Erebus Bay, beside Beechey Island, the site of John Franklin’s first and horrible winter before he was lost in the Northwest Passage. The island is near sacred in the lore of sailors and holds the most famous story of arctic adventure gone awry.

There were many before him with their own disastrous tales, but none so well known. It was the search for Franklin that gave rise to a global obsession with the arctic. The world watched, gripped, for 36 years as
25 different expeditions searched the arctic for evidence of Franklin alive or dead from 1846-1880. They all began their search at Beechey Island.

Our arrival was nothing short of spectacular. The sky was partly clouded over with sun flowing down through a hole, brilliant and orange, directly over the graves of John Torrington (Terror), William Braine (Erebus), John Hartnell (Erebus), and Thomas Morgan (of search teams on The Investigator in 1848 and the North Star in 1849).  We had a drink in their honor and sang along with Stan Rogers “to find the hand of franklin reaching for the Beaufort Sea” and then listened to “Lord Franklin,” an old folk song about Lady Franklin’s relentless search for her husband. Then we went to sleep.

In the morning we prepared Santa Maria Australis for a quick sail in front of the island so we could photograph her and then took the dingy ashore. The island is 99.9% rock -- dry, mostly grey, rock.
There were very few patches of vegetation. Of the few green spots one was visited by a large grazing arctic hare that didn’t seem to mind us at all.

The sun was shining and the temperature was in the upper 60’s. We are left to imagine what it looks like in winter, when you have the wrong food, the wrong clothes, and are too young to know life is any different than your daily, starving, frostbitten reality. We saw the graves, we saw the memorials, we saw the cairns and messages from other voyagers. We spent some time around the North Humberland House, built as a storage facility by W.S.J. Pullen, commander of the North Star expedition in 1852 and 1853.

 

It was a haven to many travelers. All that remains is part of a wall, some stones, and many loose parts of rusty containers that once stored food, water, oil, and other critical supplies. Six of the crew hiked up to the tallest point for a view of the sound, Devon Island to the east, and Somerset Island to the south. It was spectacular. The others walked to the other side of the island, took more photos, and Harald had a swim (!) while Sepp waded into the bay to his knees. The water temperature is about 40 degrees.

It’s hard for us to really grip what we just experienced. To visit a place like this is rare, thrilling, and a little overwhelming in its historic significance. After supper we will head out to Resolute for a quick stop and then to scout some Beluga whales. Peel sound is right around the corner…

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Jedem an Bord hat unser Tay Bay Spaziergang gut getan. Jaap stellte sich als unser bester Schütze heraus. Er hat ein Ranger Training in Südafrika hinter sich. Er zeigte uns weiterhin den sicheren Umgang mit geladenen Gewehren. Er ist ab heute unser Gewehrträger und soll uns auf unseren Spaziergängen vor den Eisbären beschützen. Spuren von ihnen konnten wir am Ufer innerhalb der Gezeitenlinie entdecken. Weit weg waren sie also nicht.

Das Gletschertal war voller Geröll durch das sich das Schmelzwasser seinen Weg bahnte. Rechts und links des Baches wuchsen viele verschiedenartige Flechten, Moose und bunte Blumen. Ebenfalls Pilze wie der Bovist den Menix fotogrfiert hat.

Am Abend gegen 06.00 gingen wir ankerauf. Draußen herrschte dichter Nebel. Ein paar Stunden später bogen wir in den Lancaster Sound ein. Der Schwell nahm zu, Wind, Regen und Nebel ebenso. Boen bis zu 45 kts. Nur unter stark gereffter Genua rauschten wir mit bis zu 13 kts nach Westen. Gegen Morgen ließ der Wind etwas nach und die Sonne mit ihrem Freund blauer Himmel lugte durch die Wolkenlöcher.

Was für eine Reise. Wir alle haben so viele Bücher über diese Kanäle, so viele Geschichten über Segler gelesen, die in diesen Meereswegen gekreuzt sind. Und jetzt sind wir hier, im Lancaster Sound, verfolgen die Spuren die sie uns hinterlassen haben. Es ist fast unmöglich dies zu begreifen.

Unser häufiger Begleiter, der "Große Graue" Nebel holt uns wieder ein gerade als wir in dem Hobhouse Inlet auf der Südseite der Devon Insel ankern wollen. Das wir keinen Weg über die Gletscherbarre am Eingang finden, werfen wir den Anker auf dessen Südseite in 14 Meter. Schutz gegen Südwind und Treibeis haben wir hier nicht, aber der Lancaster Sound sieht frei aus.

Wir stehen jetzt wieder auf 74° Nord. Es sieht aus wie das arktische Mexico. Rund herum stehen hohe, flache, trocken braune Berge. Nebelschwaden umziehen die Höhen und einige Gletscher finden ihren Weg durch schroffe Täler hinab.

Möwen treiben im ruhigen Wasser. Alle sind müde nach der vergangenen stürmischen Nacht. Roland zaubert noch Hühnchen in Orangensauce aus dem Backofen und als Nachtisch gibt es die Reste des Donnerstagskuchens.

Der letzte Wetterbericht von Heiner verspricht uns ein stabiles Hoch über der Hudson Bay. Das sorgt für beständige Ostwinde in unserem Revier. Besseres können wir uns nicht wünschen. Wir kommen gut voran und der Ostwind hält das auftauende Eis des Peel Sounds auf dessen Westseite. Ein schmaler Streifen Wassers zieht bereits nach Süden. Yieeeaahhhh.

 

 

puffball mushroom 

Aktuelle Position:
N 74°31´ -  W 089°56´
Lancaster Sound, Nunavut, Canada

Everyone enjoyed the Tay Bay hike. It was five and a half hours to stretch and move. It was determined that Jaap is the firearms expert. He has had ranger training in Africa and is a very good marksman. He was able to hit a very small target from a great distance on his first try.

So Jaap now carries the gun and guards us against the bears on hikes. He also taught us some basic safety and use techniques. We saw tracks of a bear on the shore but no bears, thankfully. The walk was full of many beautiful rocks and some fantastic small flowers similar to those we saw in Greenland like an Arctic Poppy (Papaver Radicatum), which is small and yellow and a dark pink Broad-Leaved Fireweed (Chamaenerion Latifolium). There was also a great variety of lichen in bright reds, oranges, and greens and puffball mushrooms (Calvatia) in the photo from Menix. We set off into a heavy fog at about 6pm.

 

A few hours later we entered Lancaster Sound for the first time. And wow, she was feisty.
We had heavy winds, again from the east, thick fog, rain, and it was cold. The swells were big and from every which way. At some point gusts were in the 40’s and we were sailing on a handkerchief of a genoa.

After a rough night of mostly not sleeping we were rewarded with a visit from Sun and his friends Blue Sky and Steady Winds. We continued westward and thought about how special and rare a trip like this is. A few of us paused in awe of it all. We’ve all read so many books and stories of sailors that have come this way. And here we are, in Lancaster Sound, right now, tracing the paths they left for us. It’s almost impossible to comprehend.

Unfortunately, The Big Grey has come back to visit and we are just entering our next stop, Hophouse Inlet, on the North side of Lancaster sound and the south side of Devon Island. We’ve gone back up to 74 degrees north. It looks a little bit like an arctic New Mexico. There are tall, flat, brown stepped mountains shrouded in fog with a few small glaciers seeping downward. The seagulls are floating peacefully along the sides of this small inlet, mocking us as we try to find a place shallow enough (but not too shallow) to set anchor. Success!

We’ll try to have a good nights rest after a supper courtesy of Roland.
It involves almond slivers that Shel accidentally used on Thursdays cake. Luckily she didn’t use too many!

Our latest weather report has a stable pressure system over Hudson Bay, which means continued winds from the east for us until the 10th. Good news for sailing.

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"Eisbären"

Es ist ein paar Minuten nach Mitternacht und wir sind gerade aus dem Eclipse Sound in den Navy Board Inlet Richtung Norden eingelaufen. Die Mitternachtssonne ist atemberaubend. Sie versteckt sich im Moment hinter einer entfernten, dicken Nebelwand und durchscheinende gleißende Wolken hängen über ihr in der klaren Luft.

Der stürmische Wind hat nachgelassen zu einer schwachen, nördlichen Brise. Sie ist sehr kalt. Noch über Null aber vorne am Bug fühlt es sich viel kälter an. Wir gehen dort vorne Eiswache da viele kleine Growler im Fahrwasser treiben. Mehrere Male kamen wir nur knapp an ihnen vorbei. Im Moment sind sie wegen der tiefstehenden Sonne schwer zu erkennen. Sie scheint direkt in die Augen.

Ungewöhnlich bei Nordkurs aber wo wir stehen geht sie auch nachts im Norden nicht unter. Das kommt uns während der Passage zustatten. Wir sind Tag und Nacht unterwegs und unterbrechen die Fahrt bei landschaftlich schönen Plätzen und historisch interessanten Orten. Den Nordkurs zu bestimmen wird auch immer mühsamer. Der Kompaß beginnt mit den typischen Anomalien hier in der Nähe des magnetischen Poles.

Am Eingang zum Navy Board Inlet bekommen wir dann drei Eisbären zu sehen. Eine Mutter mit ihren beiden Kleinen. Sie fressen an einer toten Robbe mitten in einem Möwenschwarm. WoWWW. Was für eine Überraschung. Riesengroß und wohlgenährt.

Noch gestern beim Spaziergang haben wir diskutiert, ob wir ab jetzt eine Waffe mit an Land nehmen sollten. Die Diskussion hat sich damit erledigt. Wir beobachteten sie eine Weile und setzten anschließend die Reise fort.

Es fehlen noch rund 4 Stunden zu unserem Ankerplatz in der Bucht Tay Bay. Um 05.00 morgens, bei pottendicken Nebel schissen wir Anker auf 14 Meter. Laut Radar hätten wir noch 2 sm bis zum Grund der Bucht gehabt.

Welche Überraschung nach dem Aufstehen. Keine zwei Bootslängen weiter begann der morastige Strand. Hier sieht es aus wie auf dem Mond. Der nahegelegene Bach trägt Gletscherabrieb in das Meer. Das Wasser der ganzen Bucht ist trübe. Viele Gletscher nähren den Bach. Wir wandern das Gletschertal aufwärts. Am Ufer finden wir Eisbärspuren.

MexisPolar 

AKTUELLE POSITION:
Heute 5.8.2011,  1530 Uhr
N 74°24´- W 86°03´
Lancaster Sound

It is a few minutes after midnight and we have entered Navy Board Inlet.
The sun is spectacular. She is resting now behind a layer of thick fog and wispy white clouds fill the air above her.  The wind is light and very cold, directly from the North. It is about 36 degrees and feels much colder on the bow. We’ve had some ice to watch for so occasionally we need to be out there. It was more difficult an hour ago because the sun was burning directly into our eyes.

A few times we got too close for comfort because we couldn’t see well enough. It’s strange to see the sun 'setting’ in the north. But where we are now it won’t actually dip below the horizon, not for a few more weeks. It is also increasingly difficult to tell which way is north. The compass is starting to behave strangely as we move closer to magnetic north. It responds a little slower and doesn't always align. The sun helps a lot.

Earlier today we had heavy sailing on just a reefed genoa. Andreas was first on the helm as our newest member. Winds were blowing from the east, behind us, 20-30 knots, and we had a heavy roll out of Eclipse Sound. At the end of the sound we had our first ice bear sightings!

Roland won the contest when he saw a mom bear and two cubs on the shore.
They had caught a seal or a narwhale and were having supper when we approached. We watched them for a while and then went on our way.  Amazing beautiful animals. And holy cats – the mama bear was HUGE! Even from very far away, which is how you want to see ice bears.
It will be at least four more hours before we make Tay Bay.

11:42 am

We got into Tay Bay at 5am. The watch team could see nothing but fog and it was unclear how far into the bay we could enter. We set anchor at 14 meters of water and when we awoke we saw we were very close to a low tide muddy beach, barely two boat lengths! "This place looks like the moon", Captain said with coffee this morning. It’s greys and browns with a thick layer of fog covering the hill tops.
The entrance is small and the bay is still and very well protected. It feels very special. The tide water is now rushing in with a strong current and a swift sound.
It's easy to see why someone would pick this spot to overwinter.

All is well aboard. We had a nice breakfast (we are so grateful for Tina’s homemade yogurt every day) and now everyone is heading out for a hike to the glacier we can see a few kilometers away. There is a baby seal who has been checking us out all morning and a few birds. We are still hoping for some narwhals.

Menix took the ice bear photo. Don’t worry, we were very far away in the boat.

For everyone checking in on us all are doing well. We are ten now with Andreas, Harald, Tina, Sepp, Dieter, Roland, Jaap, Menix, Wolf, and Shel.

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!!Frischer Lachs!!

Letzten Abend ließen wir uns verwöhnen und gingen in das INNS NORTH Hotel zum Abendessen. Der moderne, funktionelle Bau mit seinem Restaurant erinnert etwas an die Kantine einer Polarstation. Das Einheitsmenue bestand aus Rindfleisch, Kartoffeln, Karotten und viel Nachtisch. So mancher bereute den zweiten Gang zum Desertbuffet. Der Butterscotch-Pudding war einfach zu lecker.

Gestern Morgen brachten wir ein Fischernetz aus. Nach dem Abendessen überprüften Menix, Tina und Wolf den Erfolg. 4 große Lachse hatten sich im Netz verfangen. Ein Schlittenhund machte uns den größten Lachs streitig. Menix verfolgte ihn zurück zu seiner Meute und konnte den Fisch für uns zurückgewinnen. Den zerbissennen Teil schenkten wir letztendlich der Meute.

Heute morgen bereiteten wir die Abfahrt aus Pond Inlet vor. Harald und Andreas, zwei weitere Mitsegler kommen an Bord. Der Kuchen für den morgigen Seemannssonntag kommt in den Ofen. Harald brachte zusätzlich eine Sachertorte aus Wien mit. Noch spüren wir nicht die Entbehrungen des heroischen Zeitalters der polaren Entdeckerreisen.

Draußen im Crystal Sound nimmt der Wind zu bis auf 45 Knoten. Unser Ziel ist die Bucht Tay Bay, in der laut David von Polar Sea Adventures, ein Segler mit seinem 2 Meter Boot überwintert hat. Wir wollen uns die Bucht ansehen und dort etwas wandern.
Wir haben Zeit. Der Peel Sound weiter im Westen, eine der Schlüsselstellen der Nordwestpassage ist noch immer fest im Griff des Packeises.

fisherei
Last night we had a large supper at the Inns North, a classic North American style dinner of meat, potatoes, carrots, and many sweets. We were all a little overfed and regretted our second trip to the desert table. Butterscotch pudding was new to the Germans. They loved it, but perhaps too much.
We all overdosed.

We set a net for fish earlier in the day and went back to check it after dinner. We got four large and beautiful Atlantic salmon. A stray sled dog fought us for the fourth but Menix displayed great manliness and speed chasing after it and in the end we split the difference. Three and a half for us, half of the fourth for the dog.

Today we are making final preparations to leave Pond Inlet. We’ve prepared our cake for tomorrow and Harald also brought a chocolate cake from Vienna! It’s busy getting the new people on board. It’s another beautiful day with sun and favorable wind from the east. Our plan is to head up the Navy Board Inlet on the west coast of Bylot Island to Tay Bay. David from Polar Sea (the adventure company) told us about a book, North by Night written by a man who overwintered there on a 12m sailboat. So we want to see the bay, do a little hike, and possibly spend the night.

We are going to take it slow to Peel Sound. It is still frozen so no need to hurry and then wait.

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