Posted by: jeannete in Untagged on
Dec 07, 2011
Der Sturm:
Das Tief kommt mit Windgeschwindigkeiten bis zu 60kn. Laut Vorhersage.
Das heißt: in Böen deutlich mehr. Da war die Alternative, die chilenische Küste anzulaufen und in den Canal Brecknock einzulaufen, für uns die interessante Alternative.
Das haben wir dann auch gerade rechtzeitig auch noch am 5. Dezember geschafft. Es war ein seltsames Gefühl, sich nach 27 Tagen zum ersten Mal wieder normal bewegen zu können, ohne das permanente Rollen auszugleichen.
Auf dem Weg durch die Kanäle hatten wir dann gestern auch teilweise Windstärken bis zu 50kn. Eine Bestätigung für unsere Entscheidung.
Momentan genießen wir es, nach vielen Tagen auf See, vielen Tagen mit Wasser, Wellen und Vögeln, die uns umkreist haben, mal wieder etwas anderes zu sehen.
Es ist ein großartiges Erlebnis, hier durch diese Kanäle zu fahren, vorbei an schneebedeckten Bergen und Gletschern.
Großartig!!!
Heute abend werden wir dann in Pto Williams sein. Zum ersten mal seit mehr als 30 Tagen wieder andere Menschen...
Das ist dann das Ende der Reise. Viele Eindrücke sind noch im Geiste zu verarbeiten, das wird eine Zeit lang dauern...
Posted by: jeannete in Untagged on
Dec 05, 2011
Hallo an alle!
gerade haben wir Paso Brecknok erreicht. Nun kann der Sturm kommen.
Jetzt geht es weiter durch die Kanäle.
Alles bestens, gerne wieder !
Posted by: jeannete in Untagged on
Dec 04, 2011
Momentan halten wir mit Ostkurs auf die Küste zu, sind noch 220sm vom Eingang zum Canal Brecknock entfernt. Wie wir dann
weiterfahren, ist noch offen, hängt davon ab, wie der Wind bei der Annäherung schon ist.
Er soll zu dieser Zeit aus Nord kommen, erst später auf NW bis W drehen.
Das wird eine kurzfristige Entscheidung.
Schwerpunkt liegt bei mir allerdings auf der rechtzeitigen Ankunft, geplant am Mittwoch abend, spätestens Donnerstag morgen.
Falls wir es rechtzeitig schaffen sollten, uns in den Schutz der Küste zu begeben, werden wir das tun.
Warten wir es mal ab.
Viele Grüße
Posted by: jeannete in Untagged on
Dec 04, 2011
Es ist der 25. Tag auf See, der 29. Tag seit Tahiti. Außer unserer kleinen Welt gibt es fast nichts mehr außenrum. Nur noch Vögel.
Albatrosse, Sturmvögel, Skuas, und noch ein paar andere. Und Wellen. Und Wind. Die Interessen beim Wachwechsel sind mittlerweile klar begrenzt:
Wie stark ist der Wind? Aus welcher Richtung kommt er? Welchen Kurs muß ich steuern? Wie kalt ist es? Ist es naß?
Jetzt sind es keine 500sm mehr bis nach Cap Horn und Puerto Williams auf der Isla Navarino, dem Ziel unserer Reise. Und schon gehen die Gedanken, die sich in den letzten Wochen ausschließlich mit unserer kleinen Welt beschäftigt haben, schon wieder in andere Richtungen. Wie schnell sind wir? Wie lange brauchen wir noch? Kommen wir rechtzeitig an? Bekomme ich meinen Flug? Wie komme ich zum Flughafen?
Die Zivilisation holt uns so ganz langsam wieder ein. Oder wir die Zivilisation?
Drei Tage sind es noch bis zum Cap. Wir sind alle gespannt, wie es sich uns präsentieren wird. Viel Wind, wenig Wind? Hohe Wellen? Jeder hat schließlich genug Geschichten darüber gelesen...